Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Die Preise der Bitcoin-Futures-ETF (z.B. BITO) können und werden mit den Bitcoin-Preisen korrelieren, so Roman Matkovskyy, Associate Professor an der Rennes School of Business.

Da sie jedoch die Preise von Bitcoin-Futures-Kontrakten verwenden würden, sowie aufgrund der Kosten beim Kauf und Verkauf von Futures-Kontrakten, würden die Bitcoin-Futures-ETFs nicht dieselben Werte wie die Bitcoin-Preise haben. Die Preise der Futures-Kontrakte würden dem Bitcoin-Spotpreis indirekt über Kontrakte folgen, die beispielsweise von der Chicago Mercantile Exchange verwaltet würden. Der Handel mit Bitcoin-Futures erfordere von den Anlegern zusätzliche Sicherheiten. So sei Bitcoin zum Beispiel bei 60.830 USD gehandelt worden, während Bitcoin-Futures bei 62.070 USD gelegen hätten.

Der Handel mit Bitcoin-Futures-ETF bedeute nicht, dass Wetten weniger riskant würden. Auch Futures würden Risiken bergen. Außerdem würden sich Bitcoin-Futures von den traditionellen Warenterminmärkten unterscheiden. So sei beispielsweise zu beobachten, dass die Preisvolatilität von Bitcoin-Futures-Kontrakten mit dem Näherrücken des Liefertermins abnehme, während dies auf dem "traditionellen" Rohstoffmarkt umgekehrt sei.

Da Bitcoin als spekulativer und hochvolatiler Vermögenswert gelte, der sich von den traditionellen Finanzanlagen unterscheide, sei es nicht einfach, auf Preisbewegungen zu wetten. Da der Bitcoin-Futures-ETF ein brandneues Produkt für einen sehr modernen digitalen Vermögenswert sei, könne niemand mit Sicherheit sagen, wie Bitcoin-Futures-ETFs gehandelt würden. Dennoch gelte diese Einführung als eine der bedeutendsten Entwicklungen auf dem Markt für Krypto-Assets.

Zu den Kosten: Im Allgemeinen werde der Besitz von Bitcoin-ETF-Fonds aufgrund seiner "Institutionalisierung" teurer sein als der Besitz einzelner Vermögenswerte. ProShares habe angegeben, dass die Gebühr für seinen BITO-Fonds 0,95% betragen würde, während der durchschnittliche Aktien-ETF 0,71% berechne.

Bitcoin-Futures-ETF würden über ein Maklerkonto angeboten. Sie könnten wie eine Aktie gehandelt werden und würden kein Konto bei einer Kryptowährungsbörse erfordern. Daher richte sich BITO (von ProShares) an die Anleger, die gerne mit Aktien und traditionellen ETF handeln würden, aber die Kryptowährungsbörsen auslassen würden. Dieser ETF ermögliche es den Anlegern, alle ihre Bestände unter einem "Dach" zu halten, was die Steuer- und Leistungsberichterstattung erleichtere. Da der Bitcoin-Futures-ETF von der SEC reguliert werde, biete er zudem eine weitere Sicherheitsebene. Die Bitcoin-Futures-ETFs seien nicht die besten Optionen für Bitcoin-Neulinge, sondern eher für anspruchsvollere institutionelle Anleger.

Bitcoin-Futures-ETF würden sich auf den Bitcoin-Preis auswirken und die Nachricht habe die Preise bereits positiv beeinflusst. Der Bitcoin Strategy ETF von INVESCO und der VanEck Bitcoin Strategy ETF würden ebenfalls noch in diesem Monat aufgelegt. Es sehe also so aus, als ob der Oktober ein spannender Monat für Krypto-Enthusiasten werden sollte. (25.10.2021/fc/n/e)