Eine weiterhin starke Nachfrage aus China könnte die Knappheit beim Industriemetall Kupfer verstärken und den Preis auf 3,35 US-Dollar je Pound in die Höhe treiben.

Eine weiterhin starke Nachfrage aus China könnte die Knappheit beim Industriemetall Kupfer verstärken und den Preis auf 3,35 US-Dollar je Pound in die Höhe treiben. Zu diesem Ergebnis kommt Patricia Mohr, Rohstoffspezialistin der Scotiabank, im neuesten Marktbericht. China sei für knapp 40 Prozent der weltweiten Kupfernachfrage verantwortlich. Während sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft im dritten Quartal verlangsamen könnte, hat die Scotiabank ihre Prognose für die chinesische Kupfernachfrage angehoben. Mohr erwartet, dass Chinas Kupferbedarf 2010 um 13 Prozent und 2011 um weitere acht bis zehn Prozent wachsen wird. Gründe hierfür seien die weiter massiven Investitionen Pekings in die kupferintensive Energieinfrastruktur sowie die Förderung von Elektroautos. Für Elektroautos werde doppelt so viel Kupfer verwendet wie für benzinbetriebene Fahrzeuge. Auf der Angebotsseite habe es in den vergangenen fünf Jahren keinen Anstieg des Minenpotenzials gegeben, mit einem Angebot aus neuen Minen sei erst 2012 zu rechnen.

Der Kupferpreis hat 2010 bisher eine regelrechte Berg- und Talfahrt verzeichnet. Nach einem Hoch im April folge ein tiefer Absturz, bevor seit dem Sommer der Kurs wieder deutlich anzog.

Zum Rohstoff-Report der Scotiabank



Eike Schäfer, 08.09.10 Dieser Artikel wurde 6440mal gelesen.